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Die
Dienstleistungswirtschaft spielt eine immer größere Rolle
für Innovation, Wachstum und Beschäftigung. Im Jahr 2002
betrug der Anteil von Dienstleistungen an der Bruttowertschöpfung
in Deutschland über 70 Prozent, knapp unter 70 Prozent aller
Erwerbstätigen übten eine Dienstleistungstätigkeit
aus.
Auch für Ingenieure wird die Tätigkeit als Dienstleister
immer bedeutsamer. Dabei spielt einerseits die Beschäftigung
von Ingenieuren im eigentlichen Dienstleistungssektor eine starke
Rolle; hier arbeiten mittlerweile etwa 40 Prozent aller Ingenieure
des Maschinen- und Anlagenbaus. Andererseits gewinnt auch die Dienstleistungsorientierung
im Produzierenden Gewerbe eine immer stärkere Bedeutung, da
der Erfolg von Unternehmen zunehmend von deren Fähigkeit zur
Vermarktung eines Verbundes aus Industrieprodukten und Dienstleistungen
bestimmt wird.
Lange Zeit war das Bild des Ingenieurs davon geprägt, dass
er Maschinen und Produkte entwirft und produziert; dieses Bild eines
Ingenieurs mit Kittel oder Helm prägte die Zeit des Aufschwungs
in der Bundesrepublik Deutschland. Dieses Bild muss sich aber an
die oben beschriebene Realität anpassen. Fast die Hälfte
ihrer Arbeitszeit widmen Ingenieure nunmehr dienstleistenden Tätigkeiten
wie Projektmanagement, Marketing, Vertrieb, Personalführung
und Management sowie anderen vergleichbaren Arbeiten.
Die schon angesprochene Bedeutung von produktbegleitenden Dienstleistungen,
die zu einem Großteil von Ingenieuren ausgeführt und
angeboten werden, wird dadurch deutlich, dass im Maschinenbau im
Jahr 2000 schon knapp 20 Prozent des Gesamtumsatzes mit Dienstleistungen
erwirtschaftet wurden. Dieser Anteil wird nach Ergebnissen der meisten
Studien weiter steigen, vor allem auch aufgrund dessen, dass das
Dienstleistungsgeschäft sehr viel profitabler ist als das (Kern-)Produktgeschäft.
Dabei ist das Angebot von produktbegleitenden Dienstleistungen nicht
nur für die Steigerung von Umsatz und Gewinn von immenser Bedeutung
sondern vor allem auch zur Kundenbindung.
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